General Motors Verkauf Opel nicht

Nach monatelangen Verhandlungen bleibt der deutsche Autobauer Opel nun doch unter dem Dach des US-Autokonzerns General Motors (GM). Dessen Verwaltungsrat hatte sich in einer Sitzung am Dienstagabend in Detroit gegen den geplanten Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna und die russische Sberbank entschieden.

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Auto-Experte warnt: Opel darf nicht bei GM bleiben

Der US-amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM) steht nach seiner Insolvenz noch schlechter da als je zuvor. Ein Verbleib von Opel bei GM bedeutet deshalb eine große Gefahr für die Zukunft der Rüsselsheimer. Dies ist die Ansicht des Auto-Experten Prof. Ferdinand Dudenhöffer.

Der Marktanteil von GM in den USA nahm von 1990 bis 2009 von 35,2 Prozent auf 19,5 Prozent ab. Neben der wenig wettbewerbsfähigen Modellpalette ist auch das schwache Händlernetz von GM ein Grund für die schlechte Situation der Amerikaner, glaubt Dudenhöffer. Im Rahmen der Insolvenz seien mehr als 2 400 Händlern gekündigt worden. Auch die Konsolidierung der angebotenen Marken wird für einen weiteren Rückgang des Marktanteils sorgen, meint der Leiter des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen.

Ebenfalls problematisch seien die Verhandlungen mit Magna. Sollte die Übernahme von Opel durch Magna scheitern, könnte auch der Absatz in Russland darunter leiden und damit ein wichtiger Wachstumsmarkt für GM verschlossen bleiben. Vor allem aber für Opel wäre der russische Markt bedeutend, da die Rüsselsheimer ansonsten lediglich auf dem gesättigten westeuropäischen Markt präsent wären.

Nach Ansicht von Dudenhöffer wäre die Opel-Magna-Gaz-Lösung sowohl für Opel als auch für GM besser als ein Verbleib der deutschen Tochter bei der amerikanischen Mutter. Denn bei Opel-Magna-Gaz wäre GM mit 35 Prozent beteiligt und würde für jeden Euro, den Opel dann in Russland verdienen würde, 35 Cent erhalten.

Entscheidung zu Opel zieht sich weiter hin

Das Verwirrspiel um Opel hält an. Möglicherweise fällt die Entscheidung über die Zukunft der Tochter von General Motors erst nach der Bundestagswahl.

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Tengzhong kauft Hummer

Das private chinesische Maschinenbaukonzern Tengzhong aus Sichuan will die Marke Hummer übernehmen. Das gab General Motors gestern (2.6.2009) bekannt.

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Heute geht General Motors in die Insolvenz

Heute, Montag, 1. Juni 2009, um 17.55 Uhr unserer Zeit wird US-Präsident Barrack Obama im Weißen Haus die Insolvenz von General Motors (GM) verkünden. 59,5 Milliarden US-Dollar soll es kosten, den vormals größten Automobilherstellers der Welt vor dem kompletten Zusammenbruch zu bewahren. 30,1 Mrd US-Dollar sollen in den Aufbau des neuen GM-Unternehmens (New GM) fließen. Mit den bisher geleisteten Zahlungen von 19,4 Milliarden US-Dollar hatte man offenbar nur den Zeitpunkt der Insolvenz nach hinten verschieben können.

Die Strategie bei der GM-Insolvenz folgt offenbar dem Beispiel der Insolvenz von Chrysler, Amerikas Nummer drei im Automarkt. Der Plan wird von der US-Administration, großen Gläubigern, den Regierungen von Kanada und Ontario sowie von den Gewerkschaften getragen. Bei den Verhandlungen wurden einzelne Gläubiger, die zusammen etwa 46 Prozent der Schulden von GM ausmachen, nicht berücksichtigt. Aus dem Kreis dieser Betroffenen wird mit Widerstand vor den Gerichten gerechnet.

New GM wird zu 60 Prozent der US-Regierung und zu 12,5 Prozent der kanadischen Regierung gehören. Die Gewerkschaft United Auto-Workers (UAW) erhält einen Anteil von 17,5 Prozent, der um 2,5 Prozent aufgestockt werden kann, wenn das neue Unternehmen gut läuft. New GM soll so strukturiert, werden, dass das Unternehmen bei einem US-Automobilmarkt von zehn Millionen Fahrzeugen jährlich rentabel arbeiten kann. Das ist in etwa die Marktgröße, die Experten für dieses Jahr in den USA und Kanada erwarten.

In New GM sollen alle zukunftsfähigen Unternehmenszweige eingebracht werden. Der dafür nicht benötigte Besitz soll verkauft und aus dem Erlös die Schulden bedient werden. Dazu zählt offenbar auch das GM-Hauptquartier im Renaissance-Center in Detroit. Der gesamte Prozess sollte in 60 bis 90 Tagen abgewickelt werden, um den Bankrott zu vermeiden. Der Umbau selbst kann Jahre in Anspruch nehmen.

Die geordnete Insolvenz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts betrifft 235 000 Mitarbeiter sowie die Pensionen und die Gesundheitsleistungen für insgesamt 493 000 ehemalige Mitarbeiter in den USA. UAW hat zugestimmt, dass sie sich alle auf geringere Leistungen einstellen müssen. Klar ist zur Zeit außerdem, dass in Nordamerika 14 GM-Werke geschlossen werden, in denen insgesamt 21 000 Menschen beschäftigt sind.

GM-Chef Frederick (Fritz) Henderson hat den Obama-Plan bereits am Sonntag begrüßt. Er sieht ihn als eine gute Möglichkeit, GM ohne die Mehrzahl seiner Schulden weiterführen zu können. Experten halten den Anteil an Schulden, den das neue Unternehmen mit auf den Weg bekommt, für finanzierbar. Einer aktuellen Meinungsumfrage nach (Rasmussen Poll) sind 56 Prozent der US-Bürger der Meinung, die Insolvenz sei besser als die weitere Belastung des Steuerzahlers.

Die Insolvenz markiert den Tiefpunkt in der GM-Geschichte. Jahrzehntelang war GM der größte Automobilhersteller der Welt. Lange Zeit kam jedes zweite in den USA verkaufte Fahrzeug aus einer GM-Fabrik. Heute beträgt der Marktanteil nicht einmal 20 Prozent. Die Ausweitung des Geschäftsauf internationale Märkte schlug fehl; GM muss sich in Europa in Zukunft mit einem Anteil von 35 Prozent an New Opel begnügen.

Erster Schicksalstag für die US-Automobilindustrie

Morgen, am 17. Februar 2009, ist der Schicksalstag für die US-amerikanische Automobilindustrie. Am Dienstag müssen General Motors (GM) und Chrysler in Washington ihre Sanierungspläne vorlegen.

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Repräsentantenhaus will US-Autoindustrie unterstützen

Das Repräsentantenhaus der USA hat in der vergangen Nacht (10. auf 11.12.2008) einen Gesetzentwurf gebilligt, der rund 14 Milliarden Dollar an Notkrediten für die US-Autoindustrie vorsieht. Von der Konjunkturkrise in Amerika betroffen sind die drei größten Autohersteller des Landes: General Motors, Ford und Chrysler.

US-Präsident George Bush soll einen Beauftragten ernennen, der die Sanierung der Autohersteller überwacht. Die Vorstandschefs der Konzerne hatten in einer Anhörung ursprünglich einen Kredit in Höhe von 34 Milliarden Dollar gefordert. Damit ihnen das Rettungspaket zugute kommen kann, muss noch die zweite Kammer des Kongresses, der Senat, dem Gesetzentwurf zustimmen.

General Motors fährt 2,5 Milliarden Dollar Verlust ein

General Motors hat im dritten Quartal 2008 einen Verlust von 2,5 Milliarden US-Dollar (ca. 1,96 Milliarden Euro) eingefahren. Der weltweite Fahrzeugabsatz des Konzerns ging in den vergangenen drei Monaten um elf Prozent auf 2,1 Millionen Autos zurück. Der globale Marktanteil sank um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent.

Mit umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen, zu denen unter anderem die Verschiebung neuer Modelle gehört, will GM der Krise Herr werden. Die Investitionen für 2009 sollen um 2,5 Milliarden US-Dollar gekürzt werden. Um liquide zu bleiben, plant der US-Autobauer außerdem den Verkauf der Geländewagenmarke Hummer und seines Werks in Straßburg.