Wenn es nach den Reifenherstellern ginge, könnte es endlich schneien. Der WDK rechnet für das Jahr 2007 einen mehrverkauf von 2,1 Millionen zusätzlichen Winterreifen.
Ursachen ist die Winterreifenverordnung, die seit 2006 eine der Witterung angemessene Bereifung vorschreibt, und das stetig größer gewordene Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer. Der BRV geht ebenfalls davon aus, dass die im Vorjahr auf 57,4 Prozent gestiegene Umrüstquote weiter zulegt.

Die Hersteller gehen dabei mit zahlreichen Neuheiten in die Saison. So bietet zum Beispiel der Reifenhersteller Michelin den Fahrern sportlicher Autos den neuen Pilot Alpin PA3 an, der für Geschwindigkeiten bis 240 Kilometer pro Stunde (km/h) freigegeben ist. Eine neue Laufflächenmischung und das asymmetrische Profil sollen für besseren Grip auf trockener und nasser Straße sorgen, teilte Michelin in Karlsruhe mit. Eng mit dem Michelin Pilot Alpin verwandt ist der Primacy Alpin PA3 für Geschwindigkeiten bis 210 km/h.
Dunlop startet mit dem SP Winter Response in die Winterzeit. Der in rund 20 Dimensionen von 13 bis 15 Zoll lieferbare Reifen zeichne sich vor allem durch den Einsatz zweier unterschiedlicher Lamellenarten aus, teilte Dunlop in Hanau mit. So trage die Reifenschulter sogenannte Zug-Lamellen für eine bessere Traktion, während in der Mitte eine andere Lamellenform die Seitenführung optimiert. Ebenfalls in seinen ersten Winter rollt bei Dunlop der Allwetterreifen «Grandtrek Touring A/S» für Geländewagen.
Goodyear hat den Ultra Grip 7 überarbeitet. Als Ultragrip 7+ biete der mehrfache Testsieger nun wegen einer geänderten Karkasse bessere Eigenschaften beim Trocken-Handling. Außerdem wurde der Rollwiderstand des in 30 Ausführungen und 20 Größen von 13 bis 16 Zoll lieferbaren Reifens zu Gunsten des Verbrauchs um bis zu acht Prozent reduziert, teilte das Unternehmen in Köln mit. Zweite Neuheit bei Goodyear ist der Ganzjahresreifen Cargo Vector2, der Transporter oder leichte Lkw wintersicher machen könne.
Ebenfalls an gewerbliche Fahrer richtet sich Continental mit dem VancoWinter 2. Der Reifen für mittlere bis schwere Transporter habe ein neues Lamellenkonzept für mehr Grip auf winterlichen Fahrbahnen, breite Rillen zur Ableitung von Wasser und Schneematsch sowie eine Scheuerleiste gegen Schäden durch die Bordsteinkante, teilte das Unternehmen in Hannover mit.
Mit einer anderen Neuheit startet die Tochtermarke Uniroyal in den Winter. Dort gibt es jetzt den MS plus 66, der für Mittel- und Oberklasse-Modelle entwickelt wurde. Im Vergleich zu seinem Vorgänger bietet er nach Angaben des Herstellers bessere Fahreigenschaften auf Schnee und Eis, mehr Schutz vor Aquaplaning und kürzere Bremswege.
Auch Fulda hat zwei neue Winterreifen im Programm. So gibt es für Geländewagen nach Angaben des Unternehmens künftig den neu entwickelten «Kristall 4×4», der vor allem für den Straßeneinsatz gedacht ist, mehr Fahrkomfort bieten und kurze Bremswege ermöglichen soll. Für Pkw bietet das Unternehmen die Neuauflage des Kristall Montero an. Er könne einen besseren Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrbahn aufbauen. Die Folge seien optimierte Fahreigenschaften auf winterlichen Straßen und vor allem verkürzte Bremswege.